Pflegestufe Infos

PFLEGESTUFEN

Hier ein Überblick über den aktuellen Stand der Pflegestufen. Bitte sprechen Sie uns bei Fragen an. Wir beraten Sie kostenlos rund um das Thema Pflege und Pflegestufen und helfen Ihnen sehr gerne bei der Antragstellung.

Wenn Angehörige eine Pflegestufe beantragen müssen, stehen die meisten Familien oder Angehörige zunächst vor einigen Fragen und jeder Menge Formalitäten. Welche Pflegestufe in Frage kommt, bestimmt letztendlich die Bedürftigkeit der zu pflegenden Person. Darüber hinaus sind mit den unterschiedlichen Stufen auch finanzielle Angelegenheiten verknüpft. Deshalb ist es sinnvoll, sich zunächst ausgiebig über das System sowie die zustehenden Gelder und Leistungen zu informieren. Dazu berät Sie gerne die Veedelspflege. Nehmen Sie Kontakt zu uns auf!

Als generell pflegebedürftig gelten Menschen, die ihren Alltag nicht mehr vollkommen alleine bestreiten können. Stattdessen benötigen sie Hilfe für die unterschiedlichsten Aktivitäten wie Einkäufe, Körperpflege und Besorgungen. Welche Leistungen erwartet werden dürfen, hängt von der jeweiligen Stufe ab. Das System besteht aus Pflegestufe 0, Pflegestufe 1, Pflegestufe 2 und Pflegestufe 3. Wir erklären Ihnen gerne, wenn Sie Fragen zu dem System haben. Zunächst erklären wir Ihnen hier die unterschiedlichen Pflegestufen.

PFLEGESTUFE 0

Bereits seit Juli 2008 stehen Personen finanzielle Leistungen zu, die in die Pflegestufe 0 fallen. Zu diesen gehören Patienten, deren Bedarf an Pflege sehr gering ist. Dennoch stellt die alleinige Bewältigung des Alltags eine Herausforderung dar. Menschen, die auf diese Weise Hilfe benötigen, lassen sich nicht der ersten Pflegestufe zuschreiben. Stattdessen umfasst Stufe 0 vor allem demenzkranke Patienten und kognitiv eingeschränkte Patienten und Personen mit psychischen Beschwerden sowie geistig Behinderte. Neben dem Pflegegeld von 123,- Euro monatlich oder Pflegesachleistungen von 231,- Euro können noch weitere Maßnahmen beantragt werden. Zu diesen gehören zum Beispiel Zuschüsse zu Hilfsmitteln in der Pflege. Ansprechpartner ist die Pflegeversicherung.

PFLEGESTUFE 1

Die erste Stufe wird dann erreicht, wenn der Patient/die Patientin mindestens einmal täglich ein Hilfebedarf bei zwei Verrichtungen nicht ausüben kann, die zur Grundpflege gehören. Die Grundpflege umfasst vor allem Mobilität, Körperhygiene und Ernährung. Darüber hinaus wird eine regelmäßige Hilfestellung bei hauswirtschaftlichen Aktivitäten notwendig. Insgesamt müssen alle Tätigkeiten 90 Minuten pro Tag in Anspruch nehmen. Davon müssen mehr als 45 Minuten auf die Grundpflege entfallen. Das Pflegegeld bei der ersten Stufe beträgt 244,- Euro im Monat oder als Pflegesachleistung bis 468,- Euro. Bei Menschen mit erheblichem Betreuungsbedarf (Demenzkranke) liegt das Pflegegeld bei 316,- Euro/Monat, die Pflegesachleistung bei bis zu 689,- Euro/Monat.

PFLEGESTUFE 2

Anspruch auf die 2. Pflegestufe haben alle Personen, die wenigstens dreimal am Tag zu unterscheidlichen Zeiten Unterstützung innerhalb der Grundpflege benötigen. Weiterhin ist mehrmals wöchentlich eine Hilfestellung im Rahmen der Hauswirtschaft von Bedeutung. Insgesamt liegt der zeitliche Aufwand bei Pflegestufe 2 bei mindestens drei Stunden täglich. Die Grundpflege macht insgesamt mindestens 2 Stunden aus. Für die 2. Stufe beträgt das Pflegegeld 458,- Euro im Monat, die Pflegesachleistungen bis zu 1144,- Euro. Menschen mit einem erheblichen allgemeinen Betreuungsbedarf erhalten nach einem erfolgreichen Antrag 545,- Euro Pflegegeld oder 1298,- Euro Pflegesachleistungen.

PFLEGESTUFE 3

Die 3. Pflegestufe kommt nur dann zum Einsatz, wenn die betroffene Person in allen Bereichen der Grundpflege rund um die Uhr Hilfestellung benötigt. Damit handelt es sich bei der 3. Pflegestufe um Schwerstbedürftigkeit. Insgesamt stehen Patienten der dritten Stufe wenigstens 5 Stunden externe Unterstützung zu. Von diese entfallen 4 Stunden auf die Sicherung der Grundpflege. Das Pflegegeld liegt bei monatlichen 728,- Euro und die Pflegesachleistungen bei bis zu 1612,- Euro. Bei der dritten Stufe erhalten Personen mit Demenz Erkrankung keine weiteren Zuschüsse.

Die Leistungen der verschiedenen Stufen können prinzipiell auch von Angehörigen übernommen werden. Weil der Alltag zwischen Familie und Arbeit heutzutage jedoch oftmals eine Herausforderung darstellt, empfiehlt sich ein ambulanter Pflegedienst. Auf diese Weise lassen sich die Bedürfnisse des Erkrankten optimal erfüllen. Hier helfen wir gerne aus und beraten Sie gerne und übernehmen Pflegeleistungen.

WIE STELLT MAN EINEN ANTRAG?

Wer sich für eine Pflegestufe interessiert, sollte sich bei der Krankenkasse informieren. Hier können bestimmte Formulare angefordert werden, die sich unter anderem nach dem individuellen Hilfebedarf sowie persönlichen Daten erkundigen. An dieser Stelle sollte bereits geklärt sein, ob sich ein Angehöriger oder ein Pflegedienst um die betroffene Person kümmert. Nach dem Absenden des Antrags erhält der/ die Erkrankte Besuch von dem Medizinischen Dienst der Krankenversicherung. Durch eine Begutachtung kann die genaue Pflegestufe zugeordnet werden. Weil von diesem Termin die Einstufung und damit auch die Leistungen abhängen, ist eine gute Vorbreitung empfehlenswert. Hierfür lässt sich zum Beispiel ein Pflegetagebuch anfertigen.

Bei allen Fragen rund um die Pflegeversicherung sowie für die Anstragstellung der Pflegestufen sind wir Ihnen gerne behilflich. Markus Adams und Jessica Anderson stehen Ihnen als zertifizierte Pflegeberater jederzeit kompetent zur Seite.

VERBESSERUNGEN DER PFLEGELEISTUNGEN SEIT 2015

Seit dem 1. Januar 2015 wurden einige Reformen bzgl. Pflegeleisungen umgesetzt. Zu diesen gehört unter anderem die Anhebung der Sachleistungen um wenigstens 4 Prozent. Im Rahmen der Inflation sollen die Beträge in den nächsten Legislaturperioden alle drei Jahre kontrolliert werden. Bei Bedarf findet eine Anpassung statt, die sich anhand der Preisentwicklung orientiert. Neben den Sachleistungen wurden ebenfalls die finanziellen Leistungen erhöht. Berechtigten Personen wird eine Kombination unterschiedlicher Maßnahmen erleichtert. Auf diese Weise ist es zum Beispiel möglich, Tages- und Nachtpflege sowie ambulante Leistungen ohne Kürzungen miteinander zu vereinbaren.

HILFE VOM SOZIALAMT

Wer nicht über die finanziellen Mittel verfügt, kann einen Antrag beim Sozialamt stellen. Gerne übernehmen wir das für Sie oder helfen Ihnen dabei. Gegebenenfalls genehmigt das Sozialamt den Antrag und zahlt die Beträge, die über den Pflegestufensatz hinausgehen.

Die Einkommensgrenze liegt derzeit bei 764,- Euro. Sollten Sie über dieser Grenze liegen, kann es zu einem Eigenanteil kommen. Genaue Auskünfte erhalten Sie vom Sachbearbeiter des Amtes für Soziales und Senioren nach der Prüfung. Wenn Sie noch Fragen haben, werden wir Sie gerne informieren!

Wenn ein Angehöriger plötzlich zum Pflegefall wird, kann sich die Familie zunächst überfordert fühlen. Um Ihnen die Prozesse zu erleichtern, stehen wir stets für Rückfragen zur Verfügung. Wir können Ihnen bei sämtlichen Unsicherheiten, Zweifeln und Unklarheiten kompetent weiterhelfen. Wir freuen uns auf Ihre Rückfragen.

Add Comment

Fragen Sie uns

Bitte wählen Sie das Thema:

Ihre Kontaktdaten: